besser leben

Freude am Leben finden

Folgende Zitate sind Auszüge einer Ansprache von Präsident Thomas S. Monson, die er anlässlich der Generalkonferenz der Kirche im Oktober 2008 hielt. Nachzulesen im "Liahona", Ausgabe: November 2008, Seite 84.

Jetzt, hier und heute:  Einzig und allein jetzt haben wir die Chance, auf Erden zu leben - hier und heute. Je länger wir leben, desto klarer erkennen wir, dass das Leben kurz ist. Gelegenheiten kommen und gehen. Ich glaube, zu den bedeutsamsten Lektionen, die wir während dieses kurzen Aufenthalts auf der Erde lernen müssen, gehören die, die uns lehren, zwischen dem Wichtigen und dem Unwichtigen zu unterscheiden. Ich bitte Sie, das Wichtigste nicht an sich vorübergleiten zu lassen, während sie Pläne für eine Zukunft schmieden, in der Sie für alles Zeit haben, was Sie machen möchten. Die gibt es nicht; das ist eine Illusion. Finden Sie lieber an der Reise selbst Gefallen - und zwar jetzt! "Wenn du immer nur an das Morgen denkst, bleibt dir nichts als ein schrecklich leeres Gestern." Statt in der Vergangenheit zu verweilen, sollten wir aus der Gegenwart, aus dem, was hier und heute ist, das Beste machen, und unser Möglichstes dafür tun, in Zukunft schöne Erinnerungen zu haben.

Was am wichtigtsten ist:  Wir werden es nie bedauern, wenn wir etwas Nettes sagen oder Zuneigung zeigen. Wir werden es vielmehr bedauern, wenn wir dergleichen in den Beziehungen, die uns am meisten bedeuten, unterlassen. Schreiben Sie dem Freund, den Sie vernachlässigt haben, nehmen Sie Ihr Kind in den Arm, nehmen Sie Ihre Eltern in den Arm, sagen Sie öfter: "Ich liebe dich!", bedanken Sie sich immer. Nehmen Sie ein Problem, das zu lösen ist, nie wichtiger als einen Menschen, der zu lieben ist. Freunde ziehen fort, Kinder werden erwachsen, und die, die man liebt, sterben. Es ist sehr einfach, andere als selbstverständlich zu betrachten, bis sie eines Tages aus unserem Leben verschwunden sind und wir uns sagen: "Was wäre, wenn...?", oder: "Hätte ich doch...!" 

Belastungen bringt das Leben immer mit sich, ganz gleich wie wir leben. Wir müssen mit ihnen zurechtkommen, so gut wir können. Wir dürfen aber nicht zulassen, dass sie sich dem in den Weg stellen, was am wichtigsten ist. Unsere Erkenntnis dessen, was im Leben am wichtigsten ist, geht mit der Dankbarkeit für unsere Segnungen Hand in Hand.

In Dankbarkeit das Leben genießen:  Mögen wir das Leben genießen, wie es sich ergibt, Freude an der Reise finden und unseren Freunden und Angehörigen Liebe schenken. "Wenn wir uns dafür entscheiden, uns nicht auf das zu fixieren, was uns im Leben fehlt, sondern für den vorhandenen Reichtum dankbar sind - Liebe, Gesundheit, Familie, Freunde, Arbeit, die Freuden der Natur und persönliche Ziele, die uns glücklich machen -, dann fallen die öden Illusionen weg und wir erleben den Himmel auf Erden." Vor vielen Jahren schon hat mich die Geschichte von Borghild Dahl sehr berührt. Kleinigkeiten, die wir für selbstverständlich halten, bereiteten ihr die größte Freude - beispielsweise dem Vogelflug zuzusehen, Lichtreflexe in den Seifenblasen des Spülwassers zu entdecken oder jeden Abend die Mondphasen zu beobachten. Sie schloss eines ihrer Bücher mit den Worten: "Lieber Vater im Himmel, ich danke dir. Ich danke dir." Ihre dankbare Einstellung befähigte sie, sich ihrer Segnungen zu erfreuen und trotz ihrer Schwierigkeiten ein ausgefülltes und reiches Leben zu führen. Mögen wir unter denen gefunden werden, die dem himmlischen Vater Dank sagen. Mögen wir trotz der Veränderungen, die es in unserem Leben gibt, und mit Dankbarkeit im Herzen, unsere Tage - so viel wir nur können - mit dem anfüllen, was am wichtisten ist.