Standhaft und guten Mutes sein
Ein weiser Mann antwortete auf die Frage, wie man im Leben wahrhaft glücklich werden kann folgendes: "An Christus glauben, ihm nachfolgen und standhaft sein." Auf die Bemerkung, dass demzufolge alle Christen auf der Welt wahrhaft glückliche Menschen sein müssten, antwortete er: "Leider nicht alle, denn nicht alle schaffen es, standhaft zu sein."
Folgende Zitate sind Auszüge einer Ansprache von Präsident Thomas S. Monson, die er zur Generalkonferenz der Kirche im April 2009 mit dem Titel: "Seien Sie guten Mutes" hielt. (Liahona, Mai 2009, Seite 89)
Den Herausforderungen stellen: In der Geschichte der Kirche in dieser, der Evangeliumszeit der Fülle gibt es zahlreiche Erfahrungen derer, die zu kämpfen hatten und doch standhaft und guten Mutes blieben, weil sie das Evangelium Jesu Christi zum Mittelpunkt ihres Lebens machten. Diese Einstellung lässt uns alles überstehen, was auf uns zukommen mag. Sie beseitigt die Schwierigkeiten nicht, aber versetzt uns in die Lage uns den Herausforderungen zu stellen, sie direkt anzugehen und siegreich daraus hervorzugehen. Mann kann gar nicht all die Beispiele von Menschen aufzählen, die vor Schwierigkeiten standen, jedoch nicht aufgaben und schließlich obsiegten, weil ihnen ihr Glaube an das Evangelium und an den Erlöser die nötige Kraft gab.
Nicht auf Probleme konzentrieren, sondern auf Lösungen: Man kann leicht den Mut verlieren und zynisch in die Zukunft blicken - oder sogar Angst davor haben, was auf uns zukommen mag -, wenn man zulässt, dass man sich nur mit dem beschäftigt, was in der Welt und in unserem Leben falsch läuft. Heute möchte ich jedoch, dass wir unsere Gedanken von den Problemen, die uns umgeben, abwenden und uns stattdessen auf unsere Segnungen als Mitglieder der Kirche konzentrieren. Der Apostel Paulus verkündete: "Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit." (2. Timotheus 1:7) Keiner von uns kommt ohne Probleme und Herausforderungen durchs Leben, manchmal auch nicht ohne Unglück und Schicksalsschläge. Schließlich sind wir vor allem auch hier, um zu lernen und durch solche Erfahrungen zu wachsen.
Trotz allem Freude haben: Wir wissen, dass es Zeiten gibt, in denen wir leiden, in denen wir trauern und in denen wir bekümmert sind. Aber es heißt: "Adam fiel, damit Menschen sein können, und Menschen sind, damit sie Freude haben können." (2. Nephi 2:25) Wie können wir trotz allem, was uns widerfahren mag, Freude haben? Dazu steht in den heiligen Schriften: "Darum seid guten Mutes und fürchtet euch nicht, denn ich, der Herr, bin mit euch und werde euch beistehen." (Lehre und Bündnisse 68:6) Sturmwolken mögen sich zusammenziehen, Regen mag auf uns herabprasseln, doch unsere Erkenntnis vom Evangelium und unsere Liebe zum himmlischen Vater und zu unserem Erlöser werden uns trösten, stützen und Freude ins Herz bringen, wenn wir untadelig wandeln und die Gebote halten. Nichts in dieser Welt kann uns dann besiegen. Meine Brüder und Schwestern, fürchten Sie sich nicht. Seien Sie guten Mutes. Die Zukunft ist so hoffnungsvoll wie Ihr Glaube.
Wir sind nicht allein: Ich musste an die Worte des Meisters denken: "Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben." (Johannes 8:12) Meine Brüder und Schwestern, jeder von uns hat dieses Licht in seinem Leben. Wir sind nicht allein, wie dunkel der Weg auch sein mag.