Durch Vereinfachung auf das Wesentliche konzentrieren
Eine der herausragendsten Ansprachen zu diesem Thema hielt Präsident Dieter F. Uchtdorf, zweiter Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft, zur 180. Herbst-Generalkonferenz der Kirche im Oktober 2010, mit dem Titel: "Was am wichtigsten ist." ("Liahona", Ausgabe: November 2010, Seite 19)
Folgende Zitate sind Auszüge davon:
Ein kluger Rat: Die Geschwindigkeit ein wenig drosseln, den Kurs beibehalten und sich auf das Wesentliche konzentrieren, wenn widrige Bedingungen herrschen. Wenn das Leben mit seinem rasanten Tempo und den vielen Belastungen es Ihnen schwer macht, sich von Herzen zu freuen, dann ist jetzt vielleicht der richtige Zeitpunkt, sich wieder auf das zu besinnen, was am wichtigsten ist.
Das Tempo ein wenig drosseln: Wenn die Belastungen zunehmen, wenn wir in Bedrängnis geraten oder einen Schicksalsschlag erleiden, dann versuchen wir allzu oft, dasselbe hektische Tempo beizubehalten oder sogar noch zu beschleunigen, weil wir irgendwie meinen, je rasanter wir vorgehen, desto besser kommen wir zurecht. Ein Merkmal des modernen Lebens scheint zu sein, dass wir uns ungeachtet aller Turbulenzen oder Hindernissen mit immer höherer Geschwindigkeit bewegen. Meine Brüder und Schwestern, wir täten gut daran, das Tempo ein wenig zu drosseln, mit der für unsere Umstände optimalen Geschwindigkeit voranzugehen, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren, emporzublicken und klar zu erkennen, was am wichtigsten ist.
In Weisheit und Ordnung: Beachten wir doch die grundlegenden Weisungen, die der Vater im Himmel seinen Kindern gegeben hat, die das Fundament bilden für ein reiches, ergiebiges irdisches Leben mit der Verheißung ewigen Glücks. Sie werden uns beeinflussen, alles in Weisheit und Ordnung zu tun, denn es ist nicht erforderlich, dass wir schneller laufen, als wir Kraft haben, aber es ist ratsam, dass wir eifrig sind und dadurch den Preis gewinnen. (Mosia 4:27)
Übereifer meiden: Seien wir mal ehrlich: Es ist doch ziemlich leicht, gut beschäftigt zu sein. Wir alle können uns eine Aufgabenliste vorstellen, die unseren Terminkalender sprengt. Manche meinen vielleicht sogar, ihr Selbstwert sei von der Länge ihrer Aufgabenliste abhängig. Sie stopfen die Lücken in ihrem Zeitplan mit unzähligen Sitzungen und Details voll - selbst wenn sie unter Anspannung stehen und erschöpft sind. Da sie ihr Leben unnötig verkomplizieren, sind sie häufig zunehmend frustriert, sie empfinden kaum noch Freude und sehen wenig Sinn in ihrem Leben. Es heißt, dass jede Tugend, die man übertreibt, zum Laster werden kann. Unsere Tage zu überfrachten, wäre sicher ein Beispiel dafür. Man kann einen Punkt erreichen, wo Meilensteine zu Mühlsteinen werden und Ziele zu einem Klotz am Bein.
Auf das Wesentliche konzentrieren: Wer klug ist, widersteht der Versuchung, sich in der hektischen Hast des Alltags zu verfangen. Er folgt dem Rat: "Es gibt Wichtigeres im Leben, als es immer schneller zu verbringen" (Mahatma Gandhi). Kurz gesagt, er konzentriert sich auf das, was am wichtigsten ist. Elder Dallin H. Oaks sagte vor kurzem bei einer Generalkonferenz: "Wir müssen einiges, was gut ist, aufgeben, um etwas anderes zu wählen, was besser oder am besten ist, weil wir dadurch Glauben an den Herrn Jesus Christus entwickeln und unsere Familie stärken" (Liahona, November 2007, Seite 107). Brüder und Schwestern, eifrig das zu tun, was am wichtigsten ist, führt uns zum Erlöser der Welt. Und so reden wir von Christus, wir freuen uns über Christus, wir predigen von Christus, wir prophezeien von Christus, damit wir wissen mögen, von welcher Quelle wir Vergebung unserer Sünden erhoffen können (2. Nephi 25:26). In der Komplexität, Verwirrung und Hektik der modernen Lebensweise ist dies der vortrefflichere Weg.
Was am wichtigsten ist: Wenn wir uns an den Vater im Himmel wenden und nach seiner Weisheit trachten, um zu wissen, was am wichtigsten ist, erfahren wir immer wieder, wie entscheidend diese vier Beziehungen sind: zu unserem Gott, zu unserer Familie, zu unseren Mitmenschen und zu uns selbst. Wenn wir bereitwillig unser Leben überdenken, werden wir erkennen, wo wir vom vortrefflicheren Weg abgekommen sind. Unsere Beziehung zu Gott ist überaus heilig und unabdingbar. Wir sind seine Geistkinder. Er ist unser Vater. Er möchte, dass wir glücklich werden. Wenn wir ihn suchen, wenn wir von seinem Sohn Jesus Christus lernen, wenn wir unser Herz dem Einfluss des Heiligen Geistes öffnen, finden wir im Leben mehr Halt und Sicherheit. Wir verspüren mehr Frieden, Freude und Erfüllung, wenn wir unser Bestes geben, um nach Gottes ewigem Plan zu leben und seine Gebote zu halten. Die zweitwichtigste Beziehung ist die zu unserer Familie. Wir schaffen tiefe und liebevolle Beziehungen in der Familie durch ganz schlichte gemeinsame Erlebnisse - etwa gemeinsame Mahlzeiten, den Familienabend und einfach miteinander Spaß zu haben. In der Beziehung zur Familie wird Liebe in Wirklichkeit so buchstabiert: Z-e-i-t. Sich Zeit füreinander zu nehmen ist der Schlüssel zur Harmonie in der Familie. Die dritte wichtige Beziehung ist die zu unseren Mitmenschen. Die vierte wichtige Beziehung ist die zu uns selbst. Der Gedanke, dass man zu sich selbst eine Beziehung hat, mag seltsam erscheinen, aber es ist so. Manche Menschen kommen mit sich selbst nicht aus. Ich lege Ihnen nahe, zur Ruhe zu kommen und sich ein wenig Zeit zu nehmen, um sich selbst besser kennenzulernen. Machen Sie einen Spaziergang in der Natur, beobachten Sie einen Sonnenaufgang, erfreuen Sie sich an Gottes Schöpfung, denken Sie über die Wahrheiten des wiederhergestellten Evangeliums nach, und finden Sie heraus, was diese Ihnen persönlich bedeuten. Lernen Sie, sich so zu sehen, wie der Vater im Himmel Sie sieht - als seine kostbare Tochter, als seinen kostbaren Sohn mit gottgegebenen Anlagen.
Folgende Zitate sind Auszüge davon:
Ein kluger Rat: Die Geschwindigkeit ein wenig drosseln, den Kurs beibehalten und sich auf das Wesentliche konzentrieren, wenn widrige Bedingungen herrschen. Wenn das Leben mit seinem rasanten Tempo und den vielen Belastungen es Ihnen schwer macht, sich von Herzen zu freuen, dann ist jetzt vielleicht der richtige Zeitpunkt, sich wieder auf das zu besinnen, was am wichtigsten ist.
Das Tempo ein wenig drosseln: Wenn die Belastungen zunehmen, wenn wir in Bedrängnis geraten oder einen Schicksalsschlag erleiden, dann versuchen wir allzu oft, dasselbe hektische Tempo beizubehalten oder sogar noch zu beschleunigen, weil wir irgendwie meinen, je rasanter wir vorgehen, desto besser kommen wir zurecht. Ein Merkmal des modernen Lebens scheint zu sein, dass wir uns ungeachtet aller Turbulenzen oder Hindernissen mit immer höherer Geschwindigkeit bewegen. Meine Brüder und Schwestern, wir täten gut daran, das Tempo ein wenig zu drosseln, mit der für unsere Umstände optimalen Geschwindigkeit voranzugehen, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren, emporzublicken und klar zu erkennen, was am wichtigsten ist.
In Weisheit und Ordnung: Beachten wir doch die grundlegenden Weisungen, die der Vater im Himmel seinen Kindern gegeben hat, die das Fundament bilden für ein reiches, ergiebiges irdisches Leben mit der Verheißung ewigen Glücks. Sie werden uns beeinflussen, alles in Weisheit und Ordnung zu tun, denn es ist nicht erforderlich, dass wir schneller laufen, als wir Kraft haben, aber es ist ratsam, dass wir eifrig sind und dadurch den Preis gewinnen. (Mosia 4:27)
Übereifer meiden: Seien wir mal ehrlich: Es ist doch ziemlich leicht, gut beschäftigt zu sein. Wir alle können uns eine Aufgabenliste vorstellen, die unseren Terminkalender sprengt. Manche meinen vielleicht sogar, ihr Selbstwert sei von der Länge ihrer Aufgabenliste abhängig. Sie stopfen die Lücken in ihrem Zeitplan mit unzähligen Sitzungen und Details voll - selbst wenn sie unter Anspannung stehen und erschöpft sind. Da sie ihr Leben unnötig verkomplizieren, sind sie häufig zunehmend frustriert, sie empfinden kaum noch Freude und sehen wenig Sinn in ihrem Leben. Es heißt, dass jede Tugend, die man übertreibt, zum Laster werden kann. Unsere Tage zu überfrachten, wäre sicher ein Beispiel dafür. Man kann einen Punkt erreichen, wo Meilensteine zu Mühlsteinen werden und Ziele zu einem Klotz am Bein.
Auf das Wesentliche konzentrieren: Wer klug ist, widersteht der Versuchung, sich in der hektischen Hast des Alltags zu verfangen. Er folgt dem Rat: "Es gibt Wichtigeres im Leben, als es immer schneller zu verbringen" (Mahatma Gandhi). Kurz gesagt, er konzentriert sich auf das, was am wichtigsten ist. Elder Dallin H. Oaks sagte vor kurzem bei einer Generalkonferenz: "Wir müssen einiges, was gut ist, aufgeben, um etwas anderes zu wählen, was besser oder am besten ist, weil wir dadurch Glauben an den Herrn Jesus Christus entwickeln und unsere Familie stärken" (Liahona, November 2007, Seite 107). Brüder und Schwestern, eifrig das zu tun, was am wichtigsten ist, führt uns zum Erlöser der Welt. Und so reden wir von Christus, wir freuen uns über Christus, wir predigen von Christus, wir prophezeien von Christus, damit wir wissen mögen, von welcher Quelle wir Vergebung unserer Sünden erhoffen können (2. Nephi 25:26). In der Komplexität, Verwirrung und Hektik der modernen Lebensweise ist dies der vortrefflichere Weg.
Was am wichtigsten ist: Wenn wir uns an den Vater im Himmel wenden und nach seiner Weisheit trachten, um zu wissen, was am wichtigsten ist, erfahren wir immer wieder, wie entscheidend diese vier Beziehungen sind: zu unserem Gott, zu unserer Familie, zu unseren Mitmenschen und zu uns selbst. Wenn wir bereitwillig unser Leben überdenken, werden wir erkennen, wo wir vom vortrefflicheren Weg abgekommen sind. Unsere Beziehung zu Gott ist überaus heilig und unabdingbar. Wir sind seine Geistkinder. Er ist unser Vater. Er möchte, dass wir glücklich werden. Wenn wir ihn suchen, wenn wir von seinem Sohn Jesus Christus lernen, wenn wir unser Herz dem Einfluss des Heiligen Geistes öffnen, finden wir im Leben mehr Halt und Sicherheit. Wir verspüren mehr Frieden, Freude und Erfüllung, wenn wir unser Bestes geben, um nach Gottes ewigem Plan zu leben und seine Gebote zu halten. Die zweitwichtigste Beziehung ist die zu unserer Familie. Wir schaffen tiefe und liebevolle Beziehungen in der Familie durch ganz schlichte gemeinsame Erlebnisse - etwa gemeinsame Mahlzeiten, den Familienabend und einfach miteinander Spaß zu haben. In der Beziehung zur Familie wird Liebe in Wirklichkeit so buchstabiert: Z-e-i-t. Sich Zeit füreinander zu nehmen ist der Schlüssel zur Harmonie in der Familie. Die dritte wichtige Beziehung ist die zu unseren Mitmenschen. Die vierte wichtige Beziehung ist die zu uns selbst. Der Gedanke, dass man zu sich selbst eine Beziehung hat, mag seltsam erscheinen, aber es ist so. Manche Menschen kommen mit sich selbst nicht aus. Ich lege Ihnen nahe, zur Ruhe zu kommen und sich ein wenig Zeit zu nehmen, um sich selbst besser kennenzulernen. Machen Sie einen Spaziergang in der Natur, beobachten Sie einen Sonnenaufgang, erfreuen Sie sich an Gottes Schöpfung, denken Sie über die Wahrheiten des wiederhergestellten Evangeliums nach, und finden Sie heraus, was diese Ihnen persönlich bedeuten. Lernen Sie, sich so zu sehen, wie der Vater im Himmel Sie sieht - als seine kostbare Tochter, als seinen kostbaren Sohn mit gottgegebenen Anlagen.
Einfachheit: Einfachheit bringt eine Schönheit und Klarheit mit sich, die wir manchmal in unserem Verlangen nach komplexen Lösungen nicht zu schätzen wissen. Leonardo da Vinci soll einmal gesagt haben: "Einfachheit ist die höchste Stufe der Vollendnung." Wenn wir die elementaren Grundsätze im Plan des Glücklichseins - im Erlösungsplan - betrachten, erkennen wir an seiner Klarheit und Einfachheit, wie erhaben und schön die Weisheit des himmlischen Vaters ist, und wissen sie zu schätzen. Wenn wir dann unsere Wege an seinen Wegen ausrichten, sind wir im Begriff, selbst Weisheit zu erlangen. Vereinfachen wir unser Leben doch ein wenig. Nehmen wir die notwendigen Veränderungen vor, um uns wieder auf den einfachen, schlichten Weg eines Jüngers Christi zu besinnen - einen Weg von erhabener Schönheit, der immer zu einem sinnerfüllten Leben voller Freude und Frieden führt.
Grundlagen: Ich denke, dass die meisten von uns instinktiv erfassen, wie wichtig die Grundlagen sind. Wir lassen uns nur manchmal von so vielem ablenken, was verlockender erscheint. Druckerzeugnisse, eine breite Fülle an Medien, elektronische Geräte und Apparate - bei richtiger Nutzung ausnahmslos hilfreich - können zur schädlichen Ablenkung oder gnadenlosen Isolationszelle werden. Doch inmitten der unzähligen Stimmen und Möglichkeiten steht der demütige Mann aus Galiläa mit ausgestreckten Händen da und wartet. Seine Botschaft ist ganz einfach: "Komm und folge mir nach!" (Lukas 18:22). Er spricht nicht über ein lautes Megafon, sondern mit einer sanften, leisen Stimme. Die grundlegende Evangeliumsbotschaft kann in der Informationsflut, die uns von allen Seiten überschwemmt, ganz leicht untergehen.
Die elementaren Grundsätze und Lehren des Evangeliums: In den heiligen Schriften und den Worten der lebenden Propheten liegt der Nachdruck auf den elementaren Grundsätzen und Lehren des Evangeliums. Wir wenden uns diesen deshalb zu, weil sie das Tor zu Wahrheiten von tiefer Bedeutung sind. Diese schlichten, grundlegenden Prinzipien sind der Schlüssel dazu, mit Gott und den Menschen in Harmonie zu leben. Sie sind die Schlüssel, die die Fenster des Himmels öffnen. Sie führen uns zu Frieden, der Freude und der Erkenntnis, die der Vater im Himmel seinen Kindern, die ihn hören und ihm gehorchen, verheißen hat. Kraft erlangt man nicht durch hektische Betriebsamkeit, sondern dadurch, dass man fest auf dem Fundament der Wahrheit und des Lichts ruht. Man erlangt sie dadurch, dass man seine Aufmerksamkeit und seine Bemühungen auf die Grundlagen des wiederhergestellten Evangeliums Jesu Christi richtet. Man erlangt sie, indem man dem, was von Gott und am wichtigsten ist, Aufmerksamkeit schenkt.
Grundlagen: Ich denke, dass die meisten von uns instinktiv erfassen, wie wichtig die Grundlagen sind. Wir lassen uns nur manchmal von so vielem ablenken, was verlockender erscheint. Druckerzeugnisse, eine breite Fülle an Medien, elektronische Geräte und Apparate - bei richtiger Nutzung ausnahmslos hilfreich - können zur schädlichen Ablenkung oder gnadenlosen Isolationszelle werden. Doch inmitten der unzähligen Stimmen und Möglichkeiten steht der demütige Mann aus Galiläa mit ausgestreckten Händen da und wartet. Seine Botschaft ist ganz einfach: "Komm und folge mir nach!" (Lukas 18:22). Er spricht nicht über ein lautes Megafon, sondern mit einer sanften, leisen Stimme. Die grundlegende Evangeliumsbotschaft kann in der Informationsflut, die uns von allen Seiten überschwemmt, ganz leicht untergehen.
Die elementaren Grundsätze und Lehren des Evangeliums: In den heiligen Schriften und den Worten der lebenden Propheten liegt der Nachdruck auf den elementaren Grundsätzen und Lehren des Evangeliums. Wir wenden uns diesen deshalb zu, weil sie das Tor zu Wahrheiten von tiefer Bedeutung sind. Diese schlichten, grundlegenden Prinzipien sind der Schlüssel dazu, mit Gott und den Menschen in Harmonie zu leben. Sie sind die Schlüssel, die die Fenster des Himmels öffnen. Sie führen uns zu Frieden, der Freude und der Erkenntnis, die der Vater im Himmel seinen Kindern, die ihn hören und ihm gehorchen, verheißen hat. Kraft erlangt man nicht durch hektische Betriebsamkeit, sondern dadurch, dass man fest auf dem Fundament der Wahrheit und des Lichts ruht. Man erlangt sie dadurch, dass man seine Aufmerksamkeit und seine Bemühungen auf die Grundlagen des wiederhergestellten Evangeliums Jesu Christi richtet. Man erlangt sie, indem man dem, was von Gott und am wichtigsten ist, Aufmerksamkeit schenkt.