Die eigene Seele ergründen
Wenn ich nach glücklichen Menschen Ausschau halte, dann sind es meistens nicht die Auffälligen, Schrillen oder Pompösen. Es sind nicht diejenigen, die sich hervortun und versuchen, ihre Idole zu imitieren. Es sind auch nicht die Unsicheren und Ängstlichen, die nicht wissen, wo sie ihren Platz in der Gesellschaft finden sollen. Auch sind es nicht die Mitläufer, die in blindem Gehorsam alle Aufträge ausführen, ohne mitzudenken und ohne Rücksicht auf die eigenen Befindlichkeiten und die der Mitmenschen.
Nein, die glücklichen Menschen sind immer authentisch. Sie sind ihre eigene Persönlichkeit mit allen Stärken und Schwächen. Und darunter sind viele Bemerkenswerte. Doch nicht allen ist es in die Wiege gelegt, authentisch zu sein und manchmal ist gerade das die Ursache für persönliche Probleme. Dann ist es hilfreich, die eigene Seele zu ergründen, um zu erkennen, wer man ist. Erst wenn ich weiß, was meine Stärken und Schwächen sind, wo meine Grenzen liegen und wo mein Potential ruht, kann ich ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln. Hinzu kommen die psychologischen Strukturen meiner Genetik. Wer über seine Eltern und Großeltern nachsinnt, wird so manche Eigenart an ihnen entdecken, die auch im eigenen Wesen verankert ist. Vielleicht eine Eigenart, die angenommen und entwickelt werden sollte. Und in jeder Persönlichkeit steckt auch ein großer Teil ewiger Intelligenz, die unser unsterblicher Geist aus der himmlischen Heimat mitgebracht hat. Erst wenn ich begreife, worin der Wert meiner eigenen Seele liegt, kann ich erkennen, wer ich bin und was meine Bestimmung in diesem Leben ist. Dann werde ich weder über das Ziel hinausschießen, noch unter meinen Möglichkeiten bleiben. Dann entwickle ich mich zu einer authentischen Persönlichkeit - vielleicht zu einer sehr bemerkenswerten.
Präsident Dieter F. Uchtdorf hielt zur Herbst-Generalkonferenz der Kirche im Oktober 2011 in der Konferenzversammlung der Frauenhilfsvereinigung eine sehr beeindruckende Ansprache mit dem Titel "Vergissmeinnicht". Nachfolgende Zitate sind Auszüge daraus, die helfen können, die eigene Seele zu ergründen, anzunehmen und weiter zu entwickeln.
Nicht mit anderen vergleichen: Ich möchte Ihnen etwas sagen, und ich hoffe, dass Sie es richtig auffassen: Gott weiß sehr wohl, dass Sie und ich nicht vollkommen sind. Ich möchte das noch erweitern: Gott weiß sehr wohl, dass die Menschen, von denen Sie meinen, sie seien vollkommen, es gar nicht sind. Und doch investieren wir so viel Zeit und Energie darin, uns mit anderen zu vergleichen - für gewöhnlich vergleichen wir unsere Schwächen mit ihren Stärken. Das führt dann dazu, dass wir an uns selbst Erwartungen stellen, die wir nicht erfüllen können. Und so kommt es, dass wir uns über unsere Leistungen niemals freuen, weil sie im Vergleich zu dem, was ein anderer macht, so gering erscheinen.
Mit sich selbst Geduld haben: Jeder hat Stärken und Schächen. Es ist schön, dass Sie Stärken haben. Es gehört aber auch zum Erdenleben dazu, dass Sie Schwächen haben. Gott möchte uns helfen, letzten Endes all unsere Schwächen in Stärken zu verwandeln, er weiß aber auch, dass dies ein langfristiges Ziel ist. Er möchte, dass wir vollkommen werden, und wenn wir auf dem Weg bleiben, den ein Jünger zu gehen hat, werden wir es eines Tages auch sein. Aber es ist in Ordnung, wenn Sie noch nicht so weit sind. Arbeiten Sie weiter darauf hin, aber hören Sie auf, sich selbst zu bestrafen.
Viele von Ihnen haben unendlich viel Mitgefühl und Geduld mit den Schwächen anderer. Vergessen Sie nicht, auch mit sich selbst Mitgefühl und Geduld zu haben.
Dankbar sein für die kleinen Erfolge: Seien Sie dankbar für all die kleinen Erfolge zu Hause, in Ihren familiären Beziehungen, bei Ihrer Ausbildung und bei Ihrem Einkommen, bei Ihrem Beitrag in der Kirche und bei Ihrer persönlichen Entwicklung. So wie das Vergissmeinnicht erscheinen Ihnen diese Erfolge vielleicht klein und werden von anderen womöglich gar nicht bemerkt, aber Gott bemerkt sie und für ihn sind sie nicht klein. Wenn für Sie nur eine vollkommene Rose oder eine umwerfende Orchidee einen Erfolg darstellt, verpassen Sie womöglich einige der schönsten Augenblicke im Leben.
Mit Herz und Sinn entscheiden: Ein Beispiel: Darauf zu bestehen, dass Sie jede Woche einen "Bilderbuch-Familienabend" haben - auch wenn Sie und Ihre Familie darunter leiden müssen -, ist vielleicht nicht die beste Wahl. Überlegen Sie lieber: "Was können wir als Familie zusammen machen, was uns Freude macht, uns den Heiligen Geist spüren lässt und uns näher zusammenbringt?" So ein Familienabend mag vielleicht vom Programm und der Ausführung her schlicht sein, aber er könnte langfristig viel mehr Positives bewirken.
Zwischen nützlichen und unnützen Opfern unterscheiden: Ein annehmbares Opfer besteht darin, dass wir etwas Gutes aufgeben, um etwas von noch viel größerem Wert zu erlangen. Auf ein wenig Schlaf zu verzichten, um ein Kind zu trösten, das gerade einen Alptraum hatte, ist ein nützliches Opfer. Das wissen wir wohl. Die ganze Nacht aufbleiben und die eigene Gesundheit gefährden, um ein perfektes Accessoire für die Sonntagskleidung der Tochter anzufertigen, ist vielleicht kein so nützliches Opfer. Ein wenig Zeit für das Schriftstudium oder für die Unterrichtsvorbereitung aufzuwenden, ist ein nützliches Opfer. Viele Stunden damit zu verbringen, den Titel der Lektion auf selbstgemachte Topflappen für jeden Schüler in Ihrer Klasse zu sticken, ist vielleicht weniger nützlich. Jeder Mensch und jede Situation sind anders, und was für den einen ein nützliches Opfer ist, kann für jemand anders ein unnützes sein.
Jetzt glücklich sein: Wir haben ein Problem, wenn wir unser Glück auf Eis legen, solange wir auf irgendein künftiges Ereignis warten. Wenn wir den ganzen Tag auf herrliche Rosen warten, können wir die Schönheit und das Wunder der kleinen Vergissmeinnichts übersehen, die uns überall umgeben. Das soll nicht heißen, dass wir die Hoffnung aufgeben oder unsere Ziele niedriger stecken sollen. Hören Sie nie auf, nach dem Besten zu streben, was in Ihnen steckt. Hören Sie nie auf, für all Ihre rechtschaffenen Herzenswünsche zu hoffen. Aber verschließen Sie nicht die Augen und das Herz vor der einfachen und anmutigen Schönheit der alltäglichen gewöhnlichen Augenblicke, die ein reiches, erfülltes Leben ausmachen. Die glücklichsten Menschen, die ich kenne, sind jene, die auf ihrem Weg zu erstebenswerten Zielen die schönen und kostbaren alltäglichen Momente erkennen und zu schätzen wissen. Sie sind es, die Tag für Tag die Fäden des Lebens zu einem Wandteppich verweben, der von Dankbarkeit und Staunen zeugt. Sie sind es, die wahrhaft glücklich sind.
Das "Warum" erhebt den Sinn: Im eifrigen Bestreben, all die Pflichten und Aufgaben zu erfüllen, die wir als Mitglieder der Kirche so haben, betrachten wir manchmal das Evangelium als eine lange Liste mit Aufträgen, die wir auf unserer unendlich langen Aufgabenliste unterbringen müssen, ein Zeitfenster, das wir irgendwie in unseren vollen Terminkalender einbauen müssen. Wir sind darauf fixiert, was der Herrr von uns möchte und wie wir es erreichen können, vergessen aber manchmal, warum wir es tun. Es ist zwar notwendig, das "Was" und das "Wie" im Evangelium zu verstehen, doch das ewige Feuer und die Erhabenheit des Evangeliums entspringen dem "Warum". Wenn wir verstehen, warum unser Vater im Himmel uns dieses Muster für unser Leben gegeben hat, wenn wir daran denken, warum wir uns verpflichtet haben, es zu einem grundlegenden Teil unseres Lebens zu machen, ist das Evangelium keine Belastung mehr, sondern es wird eine Freude und eine Wonne. Es wird uns kostbar und süß. Achten Sie auf die Erhabenheit, die Schömheit und die belebende Freude, die das "Warum" im Evangelium Jesu Christi bringt.
Von der Pflicht zum Licht: Das Evangelium Jesu Christi ist keine Pflichtübung; es ist ein Weg, den unser liebevoller Vater im Himmel festgelegt hat und der uns zu Glück und Frieden in diesem Leben und Herrlichkeit und unbeschreibliche Erfüllung im nächsten Leben führt. Das Evangelium ist ein Licht, das das irdische Leben durchdringt und den Weg vor uns erleuchtet. Richten wir auf unserem Weg als Jünger nicht die Augen auf den Boden und unsere Gedanken nur auf die Aufgaben und Pflichten, die vor uns liegen. Gehen wir diesen Weg nicht, ohne die Schönheit der herrlichen irdischen und geistigen Landschaften zu sehen, die uns umgeben.
Vergessen Sie nicht, dass der Herr Sie liebt: Wenn ich mir als Kind so ein kleines Vergissmeinnicht ansah, fühlte ich mich manchmnal wie diese Blume - klein und unbedeutend. Ich fragte mich, ob meine Familie oder mein Vater im Himmel mich einmal vergessen würden. Jetzt, Jahre später, weiß ich: Ich wurde niemals vergessen. Und ich verkünde mit aller Gewissheit und Überzeugung meines Herzens: Auch Sie wurden es nicht! Wo auch immer Sie sich befinden, wie Ihre Lebensumstände auch aussehen mögen, Sie wurden nicht vergessen. Wie dunkel Ihre Tage auch erscheinen mögen, wie unbedeutend Sie sich fühlen mögen, wie tief Sie auch im Schatten zu stehen meinen - Ihr Vater im Himmel hat Sie nicht vergessen. Ja er liebt Sie mit grenzenloser Liebe. Gott liebt Sie, weil Sie sein Kind sind. Er liebt Sie, obwohl Sie sich vielleicht einsam fühlen oder Fehler machen. Die Liebe Gottes und die Kraft des wiederhergestellten Evangeliums sind erlösend und befreiend. Sie brauchen nur seine göttliche Liebe in Ihr Leben lassen - sie kann jede Wunde verbinden, jeden Schmerz heilen und jedes Leid lindern.
Danke: Danke, dass Sie so sind, wie Sie sind. Danke für die zahllosen Liebesbekundungen und die Dienste, die Sie so vielen erweisen. Danke für alles, was Sie noch tun werden, um die Freude des Evangeliums Jesu Christi den Familien, der Kirche, Ihren Nachbarn und den Völkern der Welt zu bringen.
Nein, die glücklichen Menschen sind immer authentisch. Sie sind ihre eigene Persönlichkeit mit allen Stärken und Schwächen. Und darunter sind viele Bemerkenswerte. Doch nicht allen ist es in die Wiege gelegt, authentisch zu sein und manchmal ist gerade das die Ursache für persönliche Probleme. Dann ist es hilfreich, die eigene Seele zu ergründen, um zu erkennen, wer man ist. Erst wenn ich weiß, was meine Stärken und Schwächen sind, wo meine Grenzen liegen und wo mein Potential ruht, kann ich ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln. Hinzu kommen die psychologischen Strukturen meiner Genetik. Wer über seine Eltern und Großeltern nachsinnt, wird so manche Eigenart an ihnen entdecken, die auch im eigenen Wesen verankert ist. Vielleicht eine Eigenart, die angenommen und entwickelt werden sollte. Und in jeder Persönlichkeit steckt auch ein großer Teil ewiger Intelligenz, die unser unsterblicher Geist aus der himmlischen Heimat mitgebracht hat. Erst wenn ich begreife, worin der Wert meiner eigenen Seele liegt, kann ich erkennen, wer ich bin und was meine Bestimmung in diesem Leben ist. Dann werde ich weder über das Ziel hinausschießen, noch unter meinen Möglichkeiten bleiben. Dann entwickle ich mich zu einer authentischen Persönlichkeit - vielleicht zu einer sehr bemerkenswerten.
Präsident Dieter F. Uchtdorf hielt zur Herbst-Generalkonferenz der Kirche im Oktober 2011 in der Konferenzversammlung der Frauenhilfsvereinigung eine sehr beeindruckende Ansprache mit dem Titel "Vergissmeinnicht". Nachfolgende Zitate sind Auszüge daraus, die helfen können, die eigene Seele zu ergründen, anzunehmen und weiter zu entwickeln.
Nicht mit anderen vergleichen: Ich möchte Ihnen etwas sagen, und ich hoffe, dass Sie es richtig auffassen: Gott weiß sehr wohl, dass Sie und ich nicht vollkommen sind. Ich möchte das noch erweitern: Gott weiß sehr wohl, dass die Menschen, von denen Sie meinen, sie seien vollkommen, es gar nicht sind. Und doch investieren wir so viel Zeit und Energie darin, uns mit anderen zu vergleichen - für gewöhnlich vergleichen wir unsere Schwächen mit ihren Stärken. Das führt dann dazu, dass wir an uns selbst Erwartungen stellen, die wir nicht erfüllen können. Und so kommt es, dass wir uns über unsere Leistungen niemals freuen, weil sie im Vergleich zu dem, was ein anderer macht, so gering erscheinen.
Mit sich selbst Geduld haben: Jeder hat Stärken und Schächen. Es ist schön, dass Sie Stärken haben. Es gehört aber auch zum Erdenleben dazu, dass Sie Schwächen haben. Gott möchte uns helfen, letzten Endes all unsere Schwächen in Stärken zu verwandeln, er weiß aber auch, dass dies ein langfristiges Ziel ist. Er möchte, dass wir vollkommen werden, und wenn wir auf dem Weg bleiben, den ein Jünger zu gehen hat, werden wir es eines Tages auch sein. Aber es ist in Ordnung, wenn Sie noch nicht so weit sind. Arbeiten Sie weiter darauf hin, aber hören Sie auf, sich selbst zu bestrafen.
Viele von Ihnen haben unendlich viel Mitgefühl und Geduld mit den Schwächen anderer. Vergessen Sie nicht, auch mit sich selbst Mitgefühl und Geduld zu haben.
Dankbar sein für die kleinen Erfolge: Seien Sie dankbar für all die kleinen Erfolge zu Hause, in Ihren familiären Beziehungen, bei Ihrer Ausbildung und bei Ihrem Einkommen, bei Ihrem Beitrag in der Kirche und bei Ihrer persönlichen Entwicklung. So wie das Vergissmeinnicht erscheinen Ihnen diese Erfolge vielleicht klein und werden von anderen womöglich gar nicht bemerkt, aber Gott bemerkt sie und für ihn sind sie nicht klein. Wenn für Sie nur eine vollkommene Rose oder eine umwerfende Orchidee einen Erfolg darstellt, verpassen Sie womöglich einige der schönsten Augenblicke im Leben.
Mit Herz und Sinn entscheiden: Ein Beispiel: Darauf zu bestehen, dass Sie jede Woche einen "Bilderbuch-Familienabend" haben - auch wenn Sie und Ihre Familie darunter leiden müssen -, ist vielleicht nicht die beste Wahl. Überlegen Sie lieber: "Was können wir als Familie zusammen machen, was uns Freude macht, uns den Heiligen Geist spüren lässt und uns näher zusammenbringt?" So ein Familienabend mag vielleicht vom Programm und der Ausführung her schlicht sein, aber er könnte langfristig viel mehr Positives bewirken.
Zwischen nützlichen und unnützen Opfern unterscheiden: Ein annehmbares Opfer besteht darin, dass wir etwas Gutes aufgeben, um etwas von noch viel größerem Wert zu erlangen. Auf ein wenig Schlaf zu verzichten, um ein Kind zu trösten, das gerade einen Alptraum hatte, ist ein nützliches Opfer. Das wissen wir wohl. Die ganze Nacht aufbleiben und die eigene Gesundheit gefährden, um ein perfektes Accessoire für die Sonntagskleidung der Tochter anzufertigen, ist vielleicht kein so nützliches Opfer. Ein wenig Zeit für das Schriftstudium oder für die Unterrichtsvorbereitung aufzuwenden, ist ein nützliches Opfer. Viele Stunden damit zu verbringen, den Titel der Lektion auf selbstgemachte Topflappen für jeden Schüler in Ihrer Klasse zu sticken, ist vielleicht weniger nützlich. Jeder Mensch und jede Situation sind anders, und was für den einen ein nützliches Opfer ist, kann für jemand anders ein unnützes sein.
Jetzt glücklich sein: Wir haben ein Problem, wenn wir unser Glück auf Eis legen, solange wir auf irgendein künftiges Ereignis warten. Wenn wir den ganzen Tag auf herrliche Rosen warten, können wir die Schönheit und das Wunder der kleinen Vergissmeinnichts übersehen, die uns überall umgeben. Das soll nicht heißen, dass wir die Hoffnung aufgeben oder unsere Ziele niedriger stecken sollen. Hören Sie nie auf, nach dem Besten zu streben, was in Ihnen steckt. Hören Sie nie auf, für all Ihre rechtschaffenen Herzenswünsche zu hoffen. Aber verschließen Sie nicht die Augen und das Herz vor der einfachen und anmutigen Schönheit der alltäglichen gewöhnlichen Augenblicke, die ein reiches, erfülltes Leben ausmachen. Die glücklichsten Menschen, die ich kenne, sind jene, die auf ihrem Weg zu erstebenswerten Zielen die schönen und kostbaren alltäglichen Momente erkennen und zu schätzen wissen. Sie sind es, die Tag für Tag die Fäden des Lebens zu einem Wandteppich verweben, der von Dankbarkeit und Staunen zeugt. Sie sind es, die wahrhaft glücklich sind.
Das "Warum" erhebt den Sinn: Im eifrigen Bestreben, all die Pflichten und Aufgaben zu erfüllen, die wir als Mitglieder der Kirche so haben, betrachten wir manchmal das Evangelium als eine lange Liste mit Aufträgen, die wir auf unserer unendlich langen Aufgabenliste unterbringen müssen, ein Zeitfenster, das wir irgendwie in unseren vollen Terminkalender einbauen müssen. Wir sind darauf fixiert, was der Herrr von uns möchte und wie wir es erreichen können, vergessen aber manchmal, warum wir es tun. Es ist zwar notwendig, das "Was" und das "Wie" im Evangelium zu verstehen, doch das ewige Feuer und die Erhabenheit des Evangeliums entspringen dem "Warum". Wenn wir verstehen, warum unser Vater im Himmel uns dieses Muster für unser Leben gegeben hat, wenn wir daran denken, warum wir uns verpflichtet haben, es zu einem grundlegenden Teil unseres Lebens zu machen, ist das Evangelium keine Belastung mehr, sondern es wird eine Freude und eine Wonne. Es wird uns kostbar und süß. Achten Sie auf die Erhabenheit, die Schömheit und die belebende Freude, die das "Warum" im Evangelium Jesu Christi bringt.
Von der Pflicht zum Licht: Das Evangelium Jesu Christi ist keine Pflichtübung; es ist ein Weg, den unser liebevoller Vater im Himmel festgelegt hat und der uns zu Glück und Frieden in diesem Leben und Herrlichkeit und unbeschreibliche Erfüllung im nächsten Leben führt. Das Evangelium ist ein Licht, das das irdische Leben durchdringt und den Weg vor uns erleuchtet. Richten wir auf unserem Weg als Jünger nicht die Augen auf den Boden und unsere Gedanken nur auf die Aufgaben und Pflichten, die vor uns liegen. Gehen wir diesen Weg nicht, ohne die Schönheit der herrlichen irdischen und geistigen Landschaften zu sehen, die uns umgeben.
Vergessen Sie nicht, dass der Herr Sie liebt: Wenn ich mir als Kind so ein kleines Vergissmeinnicht ansah, fühlte ich mich manchmnal wie diese Blume - klein und unbedeutend. Ich fragte mich, ob meine Familie oder mein Vater im Himmel mich einmal vergessen würden. Jetzt, Jahre später, weiß ich: Ich wurde niemals vergessen. Und ich verkünde mit aller Gewissheit und Überzeugung meines Herzens: Auch Sie wurden es nicht! Wo auch immer Sie sich befinden, wie Ihre Lebensumstände auch aussehen mögen, Sie wurden nicht vergessen. Wie dunkel Ihre Tage auch erscheinen mögen, wie unbedeutend Sie sich fühlen mögen, wie tief Sie auch im Schatten zu stehen meinen - Ihr Vater im Himmel hat Sie nicht vergessen. Ja er liebt Sie mit grenzenloser Liebe. Gott liebt Sie, weil Sie sein Kind sind. Er liebt Sie, obwohl Sie sich vielleicht einsam fühlen oder Fehler machen. Die Liebe Gottes und die Kraft des wiederhergestellten Evangeliums sind erlösend und befreiend. Sie brauchen nur seine göttliche Liebe in Ihr Leben lassen - sie kann jede Wunde verbinden, jeden Schmerz heilen und jedes Leid lindern.
Danke: Danke, dass Sie so sind, wie Sie sind. Danke für die zahllosen Liebesbekundungen und die Dienste, die Sie so vielen erweisen. Danke für alles, was Sie noch tun werden, um die Freude des Evangeliums Jesu Christi den Familien, der Kirche, Ihren Nachbarn und den Völkern der Welt zu bringen.